Dienstag, 23. November 2010

aşa e

Jetzt hab ich mal wieder kurz Zeit, mich der Welt ausserhalb von Rumanien mitzuteilen. Eigentlich sollte ich ja gerade meiner Chefin Deutsch unterrichten aber haste nicht gesehen da ist sie doch ganz schnell in die Stadt abgehauen und hat mich einfach sitzen lassen!! Bin ich etwa eine so strenge Lehrerin das sie Angst vor mir hat und das Weite sucht????
Hier in meinem neuen Heim geht es mir von Tag zu Tag besser! Nicht nur meine Chefin macht Fortschritte in Deutsch sondern auch meine Kinder wissen mittlerweile Zug, Auto und Schiff zu benennen. Ich wusste aber garnicht, dass es so schwer sein kann, seine Muttersprache anderen Menschen beizubringen. Z.B. diese Sache mit haben und sein! Wann verwendet man das Hilfsvreb haben und wann sein?? Wir wissen das ganz instinktiv aber wie erklart man das jemandem, der diesen Instinkt (noch nicht) besitzt? Ich bin auf kreative Ideen gespannt. :)
Letztes Wochenend, als ich aus der Stadt heimgelaufen bin, habe ich mit Helen daruber nachgedacht, was wir eigentlch gerade machen: am Bahnhof uber die Gleise laufen weil wir zu faul sind, die Treppen zu nehmen, uber Autobahnen rennen weil es keine andere Moglichkeit gibt nur den Umweg von zwanzig Minuten, keine Fahrscheine in den Strassenbahnen oder Bussen benutzen... Das ware fur uns in Osterreich und Deutschland eine Ausnahme oder wer lauft von euch taglich uber Autobahnen und klettert uber Fahrbahnbegrenzungen? Doch hier ist das die Normalitat. Wie wird das sein, wenn ich dann wieder nach Deutschland komme??
Am Wochenende waren wir in einem BILLA. Einem Supermarkt etwa so wie bei uns der ALDI. Das war vielleicht ein Schock. Aufgeraumte Regale, riesen Auswahl, die Geruche, die Produkte. Es gab sogar die coole Kinderwurst! Dieser Teddy wisst ihr?? Ich wurd sagen wir hatten so nen bisschen einen Kulturschock. Aber ich wurde mal sagen aşa e (so ist es) und es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich einen Kulturschock gehabt habe! Ich werde euch auf dem laufenden halten!! :)

Sonntag, 14. November 2010

5 Uhr irgendwo in Bukarest

Mancheiner wird mich jetzt fur verruckt erklaren, aber bei mir ist es im moment kurz nach funf Uhr in der Fruh!! Vielen wird sich wohl auch die Frage stellen, was ich um diese Zeit vor dem PC und nicht ihm Bett mache. Um ehrlich zu sein stellt sich mir diese Frage auch gerade aber genau kann ich sie mir nicht beantworten. Was aber einen sehr grossen Vorteil von dieser Nachtschlafenden Zeit hat ist, dass ich so mit Nici und Lars chatten kann die in New York und in Kanada sind!
Ich bin im Moment wieder im Casa Iuda, leider nur fur das Wochenende. Wir Volontare hatten hier einen Workshop der uns einige Fragen beantworten sollte und uns mit verschiedenen Sachen vertraut machen sollte. Wieder hier zu sein ist wie nach Hause zu kommen! Hier fuhl ich mich wohl und kann mich entspannen. Leider werde ich morgen nach einem Großeinkauf schon wieder nach Poliesti fahren. Grosseinkauf deswegen, weil es in dem kleinen Vorort von Ploietsi, in dem ich jetzt wohne, nur ein kleines Geschäft gibt, von dem uns aber abgeranten wurde, in der Dunkelheit hinzugehen. Dadurch, haben Helen, meine Kollegin aus dem Casa Abraham, und ich keine Möglichkeit, sonst dort hinzugehen denn ansonsten mussen wir abreiten.
Heute vor einer Woche bin ich umgezogen und ich muss sagen, dass sich vor allem in den letzten zwei Arbeitstagen meine Stimmung erheblich gehoben hat. Das liegt daran, dass ich jetzt schon so ein ganz kleines bisschen einen besseren Einblick bekommen habe wobei das meiste doch noch ziemlich undurchschaubar ist.
Gestern aber z.B. hatten die großen Jugendlichen und die aus dem Abraham Tanzkurs. Neugierig wie wir sind, waren wir auch dabei. War echt lustig. Leider haben wir den Tanzkurs jetzt aber fur langere Zeit an der Backe!! Aber so schlimm ist das nicht denn es hat richtig Spaß gemacht zu tanzen, und beim Tanzen zuzusehen!!
Sonst kann man hier im Moment noch berichten, dass der Winter noch nicht eingebrochen ist. Man kann immernoch bzw. wieder ohne Jacke aus dem Haus und am Mittag gemutlich in der Sonne sitzen. Ich hoffe der Winter lässt auch noch ein bisschen auf sich warten denn so gefällt es mir doch relativ gut!
Ich hoffe bei euch allen ist es nich all zu kalt! :)
Ganz liebe Grusse aus Bukarest!

Mittwoch, 10. November 2010

Ein neues Leben

Jetzt ist es geschehen. Seit Sonntag lebe ich in meinem neuen Zuhause! Davon gibt es spater mehr zu berichten doch jetzt mochte ich ersteinmal ein Ruckblick vornehmen.
Die letzten zehn Wochen habe ich in Bukarest gelebt, gearbeitet und bin mit dem grossen Projekt CONCORDIA vertraut geworden. Ich habe viele Freundschaften geschlossen, nicht nur mit den anderen Volontaren sondern gerade auch mit den Jugendlichen und Mitarbeitern vor Ort. Demnenstsprechend schwer ist es mir auch gefallen, mich von allen zu verabschieden und in ein neues Leben zu starten. Die Zeit in Bukarest war richtig schon und wird auch immer eine der schonsten Zeiten in meinem Leben sein. Ruckblickend kann man sagen, dass ich in den Wochen so viel gelernt habe, wie schon lange nicht mehr. Jetzt freue ich mich schon sehr auf das Wochenende, denn da werden wir uns alle wiedersehen zu einem Workshop mit Wolfgang Suske aus Wien.
Mein neues Zuhause nennt sich C.O.C. CONCORDIA ORAŞUL COPIILOR. In Deutsch Concordia Stadt der Kinder. Es ist etwa sechzig Kilometer von Bukarest entfernt und beherbergt drei Hauser mit jeweils ein bis zwei Wohngruppen. Ich arbeite ab jetzt im Casa Augustin. Einem Haus mit zwolf Kindern und jeweils einer Nacht-, Tages- und Wochenenderzieherin. Mehr kann ich davon aber noch nicht berichten, denn so ganz habe ich das System hier noch nicht durchschaut. Ich werde auch noch einige Zeit brauchen, um sagen zu konnen, dass ich mich hier wohlfuhle aber ich bin zuversichtlich, dass das nicht all zu lang brauchen wird.