Samstag, 25. September 2010

Vier Wochen!

Gestern vor vier Wochen bin ich in Rumänien angekommen. Es kommt mir so vor, als wären es höchstens zwei, denn die Zeit geht hier rasend schnell vorbei! Vier Wochen… Schön waren sie. Sehr lehrreich und intressant mit unzählbar vielen neuen Eindrücken und Ereignissen.
Mittlerweile dürfen wir Voluntäre das Nachmittagsprogramm für die Jugendlichen gestalten. Gestern Mittag haben Chrsitine und Ich mit einigen der Jugendlichen und Volontäre den Raucherplatz verschönert! Dort liegen viereckige Steinplatten, die wir mit verschiedenen Farben bunt angemalt haben. Hier enden Farbaktionen nie ohne beschmierte Menschen. So sahen einige von uns schon nach kurzer Zeit aus wie farbklecksende Maler. Auch ich, inklusive meinem T-Shirt, das jetzt an allen möglichen Stellen Hand- und Fußabdrücke hat. Gegen Ende erkannten wir, dass wir eine Sache nicht bedacht hatten. Die Farbe war Lack. Und somit schwer wieder ab zu bekommen! Bei den Klamotten war das klar, aber bei der Haut… Einer der Jugendlichen machte es sich zur Aufgabe, Christine und mir die Hände zu schrubben. Das war ein bisschen schmerzhaft aber jetzt haben wir (fast) wieder saubere Hände. Leichte Verfärbungen sind noch zu erkennen aber ich hoffe, dass ihr mich in einem sauberen Zustand wiedersehen werdet.  :D Als Erinnerung an diesen Nachmittag werde ich aber immer ein kreativ gestaltetes Top besitzen! Die Steine sind nun mit Deutschland, Österreich, Rumänien und Europa Flaggen bemalt so wie mit anderen kreativen Mustern und Bildern.
Jetzt stehen mir noch mindestens elf Monate bevor! Mal schauen.. vielleicht auch noch mehr!!!

Samstag, 18. September 2010

Rumänisch lernen leicht gemacht!

Von wegen! Bei uns ist das alles etwas komplizierter!! Unsere liebenswürdige Lehrerin, die uns fünf Tage die Woche zwei Stunden lang beehrt, kann nämlich kein bzw nur sehr wenig Deutsch! Deswegen wird entweder Rumänisch oder Englisch gesprochen. Ab und an wird mal noch ein französisches Wort mit eingebaut. Wir lernen also auf sehr anspruchsvolle weise, denn so müssen wir die ganze Zeit zwischen drei Sprachen hin und her springen. Und weil es ja noch nicht kompliziert genug ist kommt noch dazu, dass auch unser Lehrbuch nur auf Rumänisch, Englisch und Französisch ist! So wird der Unterricht als ganz international abgehalten!! Wahrscheinlich können wir danach dann besser Rumänisch und Englisch als Deutsch! Ach ja... da war ja noch was! Von den Volontären kommen nur drei aus Deutschland! Das heißt die anderen sprechen alle österreichisch! Man sollte ja meinen, das man als Deutscher diese Sprache zumindest versteht! Tja.. pech gehabt! Leider nicht! so müssen wir jetzt auch noch österreichisch lernen. Aber zum Glück schlaf ich mit der anderen Deutschen in einem Zimmer, sodass wir uns zumindest "Guten Morgen" auf Deutsch sagen können!! :) 
Tja.. und zum Schluß möchte ich euch dann doch noch geschwind etwas sagen!! Bei uns hier im schönen Bukarest ist so schönes Wetter, dass man sogar den ganzen Tag in FlipFlops und kurzen Sachen gehen kann! Ich würde euch ja gerne etwas von unseren 30° C nach Deutschland schicken, aber ganz ehrlich, ich hab zu große Sorge, dass dann für mich nichts mehr übrig bleibt!! :D Genießt den warmen Tee vorm Kachelofen!!

Donnerstag, 16. September 2010

Câinii străzii

So nannten wir uns am Samstag! Strassenhunde. Wir, das waren drei Volontäre und zwei Jugendliche. Zusammen mit den anderen Gruppen, die jeweils aus Volontären und Jugendlichen zusammengesetzt waren, machten wir eine Stadttour in Bukarest, verbunden mit einem Quiz und der Aufgabe, Gruppenfotos bei den jeweiligen Stationen zu machen. Am Dienstag drauf hat dann jede Gruppe zwei der Sehenswürdigkeiten präsentiert! Natürlich auf rumänisch und mit vielen Fotos. Ein paar Fotos könnt ihr auch hier sehen: http://zabulon.camheroes.com/

Donnerstag, 9. September 2010

Mein Pate

Hier hat jeder Volontär einen Paten bekommen! Meist ein Jugendlicher aus dem Haus doch vereinzelt auch mal ein Mitarbeiter. Unsere Paten sollen sich vor allem in der ersten Zeit um uns kümmern und uns alles zeigen, wobei es nach und nach dann wechseln wird, sodass wir uns am Ende mehr um sie kümmern und für sie da sind. Zu meinem Paten kam ich über Umwege. Eigentlich war zuerst D. meine Patin doch da M. sich mit seiner ursprünglichen Patin nicht verstanden hat, dafür aber gut mit mir, haben wir nocheinmal neu gemischt und nun sind M. und ich ein Team. Morgens beim Laufen ist er immer bei mir, motiviert mich, wenn ich keine Lust mehr habe weiterzulaufen oder läuft auch mal ein Stück mit mir, wenn ich wirklich nicht mehr kann, was aber eher seltener vorkommt! :) Leider können wir uns noch nicht wirklich miteinander unterhaletn aber das wird noch kommen!! Die letzten zwei Tage hatte er "Ulaub" von Casa Iuda, doch seit gestern ist er weider da und es hat den Anschein, als hätte er sich wirklich Gedanken gemacht über sein Verhalten wodurch er gute Chancen für die Zukunft hat! So viel zu meinem Paten.

Sonntag, 5. September 2010

Casa Iuda

... ist das Haus, in dem ich zur Zeit mein Bett habe. Es ist das "Verwaltungshaus" von Concordia Rumänien. Hier sind aber nicht nur die Büros, sondern hier ist auch noch Platz für Bewohner wie z.B. die Volontäre. Zur Zeit wohnen hier aber nicht nur wir Volontäre sondern auch noch etwa zwanzig Jugendliche im Alter von 15 bis 30 Jahren. Ein paar wenige von ihnen haben einen Arbeitsplatz oder gehen noch zur Schule. Andere wiederum warten darauf, dass sie eine Stelle oder einen Platz in einem der Kinderheime bekommen. Diejenigen, die keine Arbeit oder ähnliches haben, helfen im Haus beim Saubermachen, in der Küche etc. 
Das Casa Iuda hat seinen Namen von dem Jünger Judas. Auch wenn der Name für viele einen negativen Klang hat, ist er so doch nicht gemeint. Was genau der Name aber zu bedeuten hat, wird uns erst in der kommenden Woche in einem Reflexionsabend gesagt. 
Das Haus liegt etwa 10 km von der Innenstadt entfernt. Diese ist eigentlich recht einfach mit dem Bus zu erreichen wenn es da nicht ein kleines Problem gäbe: die Pünktlichkeit der Rumänen. Heute z.B. wollte ich mit Christine, einer deutschen Freiwilligen, ins Einkaufszentrum fahren. Nach gefühlten zwei Stunden, in Wahrheit aber "nur" 45 Minuten, kam der Bus dann endlich und brachte uns in gemächlichem Tempo an unser Ziel. 
Dadurch, dass das Haus so weit außerhalb ist, haben wir aber viele Möglichkeiten, morgens unsere Runden zu joggen. Wir haben die Wahl zwischen stark befahrener Straße, Wald, Feld und leicht befahrenen Straßen. Ich bevorzuge die leicht befahrenen Straßen da man da zum einen weniger der Gefahr ausgesetzt ist, toten Hunden zu begegnen und zum anderen auch interessantere Sachen zu sehen bekommt. Mein treuer Begleiter ist dabei M. Er ist mein Pate doch dazu später mehr...

Mittwoch, 1. September 2010

Strassenhunde

Heute habe ich euch eine kleine Geschichte zu erzählen, die mir in den vergangen Tagen passiert ist, und die für Rumänien sehr typisch ist.
Gestern, beim morgendlichen Joggen, ist uns ein Rudel Strassenhunde entgegengekommen. Und zwar waren das keine friedlichen, wie es oft der Fall ist, die dann nur kläffen und eigentlich nichts machen. Nein, es waren mindestens zehn agressive Hunde. Wir waren eine Gruppe von drei Volontären und einem Rumänen. Der hat dann auch sofort Steine aufgehoben um sie, wenn nötig, als Abschreckung in die Richtung der Hunde zu schmeißen, doch schlussendlich wählten wir dann etwa zehn Meter vor dem zusammentreffen mit den Hunden eine Seitenstrasse, wodurch die Hunde es dann aufgaben, uns zu verfolgen. Jetzt wissen wir also, dass man in solch einem Fall einfach nur Steine aufheben muss um den Hunden zu zeigen, dass sie "Gegner" haben, die sich auch wehren können.
Das Bild ist gestern entstanden, als wir Volontäre zusammen mit den Jugendlichen einen Geburtstagskalender gebastelt haben.